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Wirtschaft trifft Gemeinden: Vielfalt im Bezirk für Arbeitsplätze der Zukunft

EURAC / ueberetsch-unterland_1 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenViel Potential für die Beschäftigungsentwicklung stecke im Bezirk, mit Arbeitsplätzen für die Zukunft. Davon zeigte sich der Präsident der Bezirksgemeinschaft Überetsch-Unterland in seinen Grußworten überzeugt. Oswald Schiefer war insbesondere von den zahlreich erschienenen Wirtschaftsvertretern beeindruckt, die sich auf Einladung der EURAC-Bozen am 20. Juli 2011 in Neumarkt eingefunden hatten. Das Ziel: gemeinsam mit den Gemeinden nach zukunftsfähigen Leistungs- und Beschäftigungsfeldern zu suchen, die die Wirtschafts- und Lebensqualität im Bezirk stärken.

 

Insgesamt 18 Vertreter von Unternehmen und Gemeinden hatten sich auf Einladung der EURAC am 20. Juli 2011 am BZG-Sitz in Neumarkt eingefunden, um gemeinsam nachzudenken. Herauskommen sollten Ideen für sinnvolle Jobs in der Peripherie, die das Profil der Region stärken und nachhaltig wirken. Knapp 29.000 abhängig Beschäftigte hatte der Bezirk im Schnitt 2010. Im Krisenjahr war der Beschäftigungsrückgang geringfügig schlechter als auf Landesebene. 4.081 ausländische Arbeitnehmer aus EU und Nicht-EU-Staaten weist das Überetsch-Unterland auf, mit einem deutlichen Zuwachs von 2,9% im vergangenen Jahr. 1.100 Personen sind derzeit in die Arbeitslosenlisten eingetragen. „Im Krisenjahr waren 40% mehr auf Arbeitssuche“, verwies Dr. Helmuth Sinn EURAC / ueberetsch-unterland_2 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenvon der zuständigen Landesabteilung auf ein kritisches Detail.

 

Motiviert durch Daten und Fakten und den Willen, gemeinsam über Innovationen nachzudenken, machten sich die Workshopteilnehmer umgehend an die Arbeit. Eine kreative Methode der Ideenfindung brachte innerhalb kürzester Zeit 212 Ideen aufs Papier. Diese reichten von einer „Nacht der Betriebe“ über die Vorstellung des Lebens- und Wirtschaftsraumes Südtirol an ausländischen Hochschulen bis hin zu neuen Formen lokaler Kleinkinderbetreuung. Auch die Positionierung als „Sprachenkompetenzzentrum“ und abwechslungsreiche Bikeregion wurden angeregt.

Die Ideen werden vom EURAC-Institut für Public Management weiter ausgewertet und gebündelt. Die Umsetzung ausgewählter Ideen erfolgt in enger Abstimmung mit den Vertretern der Wirtschaft und Gemeinden im Bezirk und ist Teil einer vom Europäischen Sozialfond finanzierten Initiative.



Text und Fotos: Josef Bernhart/EURAC


 

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