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Innovatives Ehrenamt
Innovatives Ehrenamt gesucht
Im INTERREG-Projekt Italien- Schweiz „Innovatives Ehrenamt zur Weiterentwicklung des gesellschaftlichen und kulturellen Erbes“ setzen sich die Forscher des EURAC-Instituts für Public Management, der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur und des Südtiroler Instituts für Sozialforschung und Demoskopie Apollis mit dem Wandel der ehrenamtlichen Tätigkeiten in Südtirol und im benachbarten Graubünden auseinander. Ziel ist es nach einer Bestandsaufnahme und Analyse des Ehrenamts, Handlungsempfehlungen für Gemeinden auszuarbeiten, um neben den traditionellen auch flexiblere und innovativere Formen des Ehrenamts zu fördern.
Gespräche mit Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung in ausgewählten Gemeinden sowie verschiedenen ehrenamtlichen Organisationen bestätigten bisher, dass der demographische und gesellschaftliche Wandel das Ehrenamt vor neue Herausforderungen stellt.
Ehrenamtlich tätigen Chronisten wird auf Gemeindeebene eine maßgebende Rolle zum Erhalt des kulturellen Erbes beigemessen. „Sie leisten einen kulturellen Beitrag für die Zukunft und einen wertvollen kulturellen Dienst an der Gesellschaft, den es zu fördern gilt“, erklärt die EURAC-Wissenschaftlerin Katharina Niedermüller, die das Projekt betreut. Zur Hauptaufgabe des Chronisten zählt die Dokumentation der Geschehnisse im eigenen Ort.
In Südtirol sind in 10 Bezirke etwa an die 400 Chronisten tätig, die durch das Südtiroler Landesarchiv betreut werden. Sie fotografieren, sammeln alte Fotos aus ihrem Dorf, sammeln Zeitungsausschnitte, die sie zum Teil durch eigene Texte ergänzen und meist in eine Jahreschronik münden. Sie arbeiten in der Redaktion der Gemeindezeitung mit und schreiben Lebensgeschichten auf.
„In den letzten Jahren wurde eine Mustervereinbarung zwischen Chronisten und Gemeinden ausgearbeitet, in der sich ehrenamtliche Chronisten nicht mehr wie zuvor auf Lebenszeit verpflichten, sondern für fünf Jahre“, erklärt die neue Landeschronistin Rita Thaler Wieser. Der Trend gehe auch dahin, dass Chroniken vermehrt in digitaler Form erstellt werden. Wie die Gemeinden die ehrenamtlichen Tätigkeiten fördern und die Arbeit der Chronisten ihren Bewohnern schmackhaft machen können, ermitteln nun die EURAC-Forscher. Die Empfehlungen fließen in ein abschließendes Handbuch, das im Mai 2014 präsentiert wird mit ein.
EURAC Institut für Public Management
katharina.niedermueller@eurac.edu

 

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