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Gemeinde Kaltern: Zukunftsorientiert planen und entscheiden


„Auswirkungen des demografischen Wandels auf die öffentlichen Dienste der Gemeinde Kaltern“ heißt eine für Gemeinden bisher einmalige Studie von Eurac Research. Gesucht werden Antworten auf die Frage, wie viele Kindergarten- und Schulplätze im Jahr 2030 benötigt werden, aber auch wie viele Seniorenwohnheimplätze.

Die Ergebnisse der Eurac-Studie wurden dem Gemeinderat von Kaltern am 19. Dezember 2016 präsentiert. Die Grundlage für die Berechnungen hat das Landesinstitut für Statistik ASTAT geschaffen. Für jede Gemeinde in Südtirol liegen Prognosen über die Bevölkerungsentwicklung vor. Auf dieser Grundlage lassen sich entsprechende Notwendigkeiten abschätzen.

Um beispieise den Bedarf an Altenheim- bzw. Pflegeheimbetten zu ermitteln, ist die Zahl der Bürger ab 75 Jahren entscheidend. Dabei reicht es nicht, einfach vom Heute auf das Morgen zu schließen. Menschen werden zunehmend älter. Krankheitsbilder verändern sich. Auch das familiäre Umfeld und zukünftige Gewohnheiten älterer Menschen sind im Wandel. All dies ist ausschlaggebend für zukunftsorientierte Entscheidungen der Politik.

Für die Gemeinde Kaltern wurden neben den ASTAT-Daten, die einen Anstieg der Bevölkerung bis zum Jahr 2030 auf 8.354 Einwohner prognostizieren, auch Hochrechnungen für einen Bevölkerungsstand von 9.000 bzw. 10.000 Einwohner im Jahr 2030 durchgeführt. Ein Beispiel: Heute finden insgesamt 420 Kinder in den drei Grundschulsitzen Platz.

Derzeit sind es 384 Kinder, die die Grundschule besuchen. Zukünftig ist davon auszugehen, dass es zunächst mehr Grundschüler geben wird. Im Jahr 2021 wird es sogar bei vorsichtiger Schätzung mehr Grundschüler geben als verfügbare Schulplätze. Genau genommen 18 Schülerinnen und Schüler mehr. Allerdings geht die Zahl der Grundschüler danach zurück und ab dem Jahr 2025 dürfte die Gemeinde Kaltern mit dem heutigen Platzangebot wiederum genug Kapazität haben.

Ob und welche Zahlen sich genau bewahrheiten, wird am Ende erst die Zukunft zeigen. Sicher ist allerdings schon heute, dass die Gemeinde Kaltern mit der Datengrundlage ihre politischen Entscheidungen noch qualifizierter diskutieren und begründen kann und damit eine Vorreiterrolle unter Südtirols Gemeinden einnimmt.


Erhellende Daten: EURAC-Projektpräsentation am19. Dezember 2016 im Rathaus der Gemeinde Kaltern (Foto: Josef Bernhart/EURAC)




Quelle: EURAC / Institut Public Management / Josef Bernhart

 


 

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