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Neue Mediationsbroschüre als Orientierungshilfe

Mediation als Verfahren zur Konfliktregelung im öffentlichen Bereich.
LR Anna Hosp: „Neue Mediationsbroschüre dient als gute Orientierungshilfe.“

Mediationsverfahren gewinnen zunehmend an Bedeutung, vor allem im Wirtschafts- und Umweltbereich, bei Infrastrukturprojekten, im kommunalpolitischen Bereich, bei Nachbarschaftsstreitigkeiten etc. Immer öfter wird erkannt, dass ein Mediationsverfahren viele Vorteile gegenüber anderen Konfliktregelungsmodellen (Gerichtsverfahren, Einsprüche bei Behördenverfahren etc.) bietet. Seit kurzem ist die Mediation gesetzlich geregelt und wird beispielsweise im Golfplatzkonzept, im Seilbahnkonzept aber auch in der Umweltverträglichkeitsprüfung als Verfahren vorgeschlagen und empfohlen.

„Ich bin davon überzeugt, dass Umweltmediation eine zeitgemäße und professionelle Methode darstellt, um auch unter schwierigen Voraussetzungen zu einsichtigen Entscheidungen auf breiter Basis zu gelangen“, erklärt die für den Naturschutz zuständige LR Anna Hosp dazu. „Im Rahmen einer Mediation haben alle Teilnehmer die Chance, Einfluss zu nehmen - von der Fokussierung des Problems bis zur Erarbeitung von Lösungsansätzen. Durch das Einbinden von Sachverständigen wird das Problem vielschichtig analysiert und ein einheitlicher Wissensstand geschaffen. Die Gespräche können so auf einer weitaus sachlicheren Ebene geführt werden.“ Eine neue von LUA Sigbert Riccabona herausgegebene Broschüre bietet jetzt eine Einführung in die Grundlagen und beschreibt Anwendungsfelder, Rahmenbedingungen und Phasen der Umweltmediation. Weiters wird das 2003 vom Mitherausgeber der Broschüre Anton Hütter durchgeführte Mediationsverfahren in Telfs detailliert dargestellt. Ausgangspunkt war damals ein Konflikt im Zusammenhang mit einem Golfplatzprojekt. LUA Sigbert Riccabona hebt hervor, dass z.B. „die Umweltmediation in Telfs ein Beispiel und Maßstäbe für Tirol setzt, wie polarisierende Vorhaben in einem professionell geführten Entscheidungsprozess bewältigt werden können. Das gilt vor allem für Projektvorhaben, die Auswirkungen auf öffentliche Güter haben.“ Deshalb wird der LUA solche Verfahren unterstützen.

Die Broschüre zeichnet sich besonders dadurch aus, dass ein Jahr nach Ende des Verfahrens durch Interviews überprüft wurde, wie hilfreich die Mediation für die Beteiligten war. Die Ergebnisse stimmen zuversichtlich. Die vorliegende Broschüre wendet sich insbesondere an Politiker Bürgerinitiativen, MediatorInnen, Unternehmer, Projektwerber, Wirtschaftstreibende und Investoren.

 

Für Rückfragen und Bezug der Broschüre: Landesumweltanwalt, Tel.: 0512-508-3492, Brixnerstraße 2/III. Stock, 6020 Innsbruck

(Quelle: Amt der Tiroler Landesregierung, Abt. Öffentlichkeitsarbeit, Medieninformation, 13.1.05) 


 

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