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Stadt Innsbruck am Ball

Die Tiroler haben sich bereits voll auf die UEFA EURO 2008TM eingestellt und nutzen die Erfahrungen des WM-Gastgebers Deutschland. Dies zeigte sich eindrucksvoll am vergangenen Freitag, 6. Juli 2007 in Kaiserslautern. Vize-Bgm. Dr. Christoph Platzgummer war gemeinsam mit Host-City Geschäftsführer Martin Schnitzer auf den Betzenberg gekommen, um sich umfassend über die Ergebnisse von Untersuchungen und Analysen zur Fußball WM 2006 in Deutschland zu informieren. Bezeichnender Titel der Veranstaltung: „Ein Jahr danach – Große Studien zur FIFA Fußball-WM 2006TM“.

 

Zentrale Fragen des Symposiums, das von der Technischen Universität Kaiserslautern organisiert wurde, waren die Auswirkungen bzw. der nachhaltige Nutzen der FIFA Fußball-WM 2006TM. Hier zeigte sich beispielsweise, dass jeder zweite Gast der Fußball-WM die Freundlichkeit der deutschen Gastgeber mit der Bestnote 10 bewertete. Zu diesem Ergebnis kam eine repräsentative Umfrage der internationalen Studentenorganisation AIESEC.

Durch die Fußball-WM konnte Deutschland zwei Millionen Gäste aus dem Ausland anziehen. Wie die Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. aufzeigte, gaben 90% der Gäste an, Deutschland als Reiseland weiterzuempfehlen. Die Deutsche Bundesbank bezifferte die zusätzlichen Einnahmen aus dem Auslandreiseverkehr nach Deutschland im Jahr 2006 mit 2,6 Mrd. Euro (+11,2%).

Die WM beeinflusste überdies die Urlaubsplanungen vieler Inländer, so verzichteten ca. 6,5% der inländischen Besucher der WM vollständig auf ihren Urlaub und 8,2% verlegten diesen auf einen anderen Zeitraum. Den Weg in die Stadien fanden insbesondere Besucher mit einem hohen Bildungsniveau (71% mit Abitur, 47% mit UNI-Abschluss). Der durchschnittliche Tageskonsum der Stadionbesucher lag bei 157,4 € bei Tages- sowie bei 290,5 € bei Übernachtungstouristen und war somit wesentlich höher als jener der Fan-Fest-Besucher (89 € bei Tages- und 168,9 € bei Übernachtungstouristen). Interessant ist auch, dass die Ausgaben für Stadionneu- und umbauten durch die insgesamt 1,265 Mrd. Euro an Steuereinnahmen „gedeckt“ werden konnten, erzielt durch die ausländischen WM-Besucher und zu Hause gebliebenen Inländer. Zu diesem Schluss kam ein Forscherteam um Prof. Preuß von der Universität Mainz in einer volkswirtschaftlichen Betrachtung.

Auch die Gestaltung und Nutzung eines intelligenten Verkehrsleit- und Lenkungssystem für derartige Großevents wurde gefordert. Hier zeigten sich an einigen Beispielen gute Akzeptanzwerte seitens der Fans und die weitere Nutzbarkeit auch im Rahmen von Bundesligaspielen.

Die FIFA Fußball-WM 2006TM brachte für Deutschland jedenfalls nicht nur ökonomische Gewinne, sondern neben dem sportlichen Erfolg v.a. auch einen hohen Imagegewinn im In- und Ausland. So resümierte Prof. Dr. Helge Löbler von der Universität Leipzig: "Wir waren stolz auf unser Land und keiner hat es uns übel genommen".

Nähere Informationen zum Symposium [mit Teilnahme des GemNova.net-Teams der EURAC-Bozen],
finden sich unter www.uni-kl.de.

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