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"Ideen für mehr Beschäftigung" |
Vor wenigen Tagen marschierte eine lange Reihe von Bürgermeistern, Vertretern des Gemeindeverbandes und der Europäischen Akademie, der Landesabteilung Arbeit sowie von Vinschger Unternehmern in den Sitz der Bezirksgemeinschaft Vinschgau in Schlanders. Gemeinsam sollte versucht werden, Ideen zu entwickeln, wie Arbeitsplätze im Tal geschaffen werden können. Die Initiative ging von der Europäischen Akademie (Eurac) und der Landesabteilung Arbeit aus. Deren Direktor Helmuth Sinn sah die Zusammenarbeit mit den Unternehmern sehr positiv. "Wir erhoffen uns neue Ideen, wie Arbeitsplätze im Tal geschaffen werden können", sagte er vor dem Treffen. Gerade auch der Vinschgau habe zusätzliche Stellen nötig, zeigten die Statistiken doch bereits seit Ende 2007, dass die Zahl der Beschäftigten minimal abnehme. Sinn brachte auch gleich Ideen mit und nannte als Beispiel die Aufstockung gemeinnütziger Projekte wie die Aufforstung. Beim Treffen war auch Gemeindeverbandspräsident Arnold Schuler dabei. Ihm schwebte die konventionierte Sanierung von Alt-Bausubstanz in den Dörfern als Maßnahme zur Ankurbelung der Wirtschaft vor. Beim Treffen wurden eine Reihe von Vorschlägen ausgearbeitet, wie Josef Bernhart von der Eurac erklärte. "Drei Bereiche wurden von den Teilnehmern ausgemacht, in denen Möglichkeiten zur Schaffung von Arbeitsplätzen bestehen", sagte er. Es sind dies die Bereiche Landwirtschaft, Tourismus und Dorfstruktur. Im Bereich des Landwirtschaft und des Tourismuns wurde vorgeschlagen, die Zusammenarbeit auszubauen. Was die Vermarktung des Vinschgau angeht, wurde angeregt, diese großräumiger zu organisieren als derzeit, sagte Bernhart. Im Bereich Bauwesen soll die Sanierung alter Bausubstanz öffentlich gefördert werden. "Damit kann das lokale Handwerk unterstützt werden", erklärt Josef Bernhart. Auch exotische Ideen wurden bei der Sitzung vorgebracht: Eine Außenstelle der Uni Bozen im Vinschgau könnte z.B. zum Aufschwung beitragen, meinte eine Teilnehmerin. Eine Arbeitsgruppe soll sich nun weiter mit den Vorschlägen beschäftigen. In ihr sitzen die Bürgermeister Andreas Tappeiner, Erwin Wegmann und Ulrich Veith sowie die Wirtschaftsvertreter Andreas Wallnöfer, Anton Sachsalber und Eveline Brück.
Quelle: Tageszeitung "Dolomiten" vom 04. August 2009 Seite 19 |
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