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Beschäftigung beschäftigt Gemeinden und Wirtschaft |
Arbeitsplätze in den Gemeinden bedeuten Wohlbefinden, Bindung und Wertschöpfung. „Den Arbeitsmarkt müssen wir in guten Zeiten gestalten, um Krisen zu meistern“, sagte der Präsident der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt Luis Kröll zur Eröffnung eines Kreativitätsworkshops in Meran.
Das Ziel: zukunftsfähige Angebots- und Beschäftigungsfelder zu finden, um die Wirtschafts- und Lebensqualität im Bezirk zu stärken. „Wir haben 26 Gemeinden im Bezirk, geprägt von Berg und Tal und sorgen uns in der Peripherie um die Arbeitsplätze der Zukunft“, zeigte sich Luis Kröll von der Sinnhaftigkeit des Treffens überzeugt.
Insgesamt 19 Vertreter von Gemeinden und lokaler Wirtschaft hatten sich auf Einladung der EURAC am 19. Juli 2011 im Kolpinghaus Meran eingefunden, um gemeinsam nach Ideen zu suchen. Ideen für sinnvolle Jobs in der Peripherie, die das Profil der Gemeinden stärken und nachhaltig wirken. Knapp 34.000 abhängig Beschäftigte hatte der Bezirk Burggrafenamt im Schnitt 2010.
Im Krisenjahr beklagte insbesondere die Bauindustrie einen Rückgang. 4.900 ausländische Arbeitnehmer aus EU und Nicht-EU-Staaten weist das Burggrafenamt auf. Insgesamt dominieren jene Dienste, die öffentliche Leistungen erbringen. Darunter fallen sowohl öffentliche Verwaltungen als auch private Anbieter (z.B. private Altersheime). Ca. 2.000 Personen sind derzeit in die Arbeitslosenlisten eingetragen. Hier kann sich schnell etwas ändern,“ ist Dr. Helmuth Sinn überzeugt. Er stellte die Daten zur Beschäftigungssituation kurz vor und verwies darauf, dass es auch im Bezirk Burggrafenamt mit 19% mehr Arbeitslosen im Krisenjahr 2009 ein merkliches Alarmzeichen gab.
Motiviert durch Daten und Fakten und den eigenen Erfahrungshintergrund, machten sich die Workshopteilnehmer sogleich an die Arbeit. Eine kreative Methode der Ideenfindung brachte innerhalb kurzer Zeit über 160 Ideen aufs Papier. Diese reichten von einem „Gründerzentrum“ in der Peripherie über innovative Beschäftigungsformen für Senioren bis zu neuen Formen lokaler Kleinkinderbetreuung. Alles war erlaubt, auch Eigenwilliges wie eine vorgeschlagene „Hässlichkeitssteuer“ auf störende Ästhetik, um das Landschaftsbild zu erhalten.
Die Ideen werden vom EURAC-Institut für Public Management weiter ausgewertet und gebündelt. Die Umsetzung ausgewählter Ideen erfolgt in enger Abstimmung mit den Gemeinden und der Wirtschaft im Bezirk und ist Teil einer vom Europäischen Sozialfond finanzierten Initiative.
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